Eine selbständige Praxis aufbauen

Eine selbstständige Praxis

Wir alle stecken aktuell in einer Situation fest, die für uns alle neue Herausforderung mit sich bringt. Die Situation ist alles andere als Ideal und egal wie hart dich die Situation trifft, Fakt ist wir sind eingeschränkt in der Art und Weise wie wir unser Leben leben können.

Wir alle müssen uns anpassen und ich bin ein Freund davon zu versuchen, dass beste aus einer Situation zu machen.

Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!

Nun kommen wir aber zu einem weiteren Problem. In Zeiten des Lockdowns bist du eventuell mal wieder damit konfrontiert, wie schwer es dir fällt selbstständig etwas für dich und deinen Körper zu tun.

Du weißt, dass es dir gut tut, du liebst Bewegung, aber du schaffst es nicht dich regelmäßig und vor allem über einen längeren Zeitraum dazu zu bringen dich zu bewegen?

Du schaffst es nicht deinen Schweinehund zu überwinden?

Glaub mir, du bist damit nicht alleine, jeder kennt dieses Phänomen. Es ist schwer zukünftige Belohnungen der direkten Befriedigung der eigenen Bedürfnisse vorzuziehen.

Allerdings ist dies nicht einfach eine Tatsache, eine Eigenschaft mit der wir leben müssen. Es ist ein Verhalten, welches wir beeinflussen können. Es braucht den Willen tatsächlich etwas verändern zu wollen, die Bereitschaft sich mit dem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen.

Für diejenigen unter euch, die den Wunsch haben etwas zu verändern, möchte ich im folgenden einige Strategien mit euch teilen. Diese Strategien beziehen sich darauf wie man eine selbstständige Praxis aufbaut. Wie du diese Praxis füllen willst, bleibt dir überlassen. Du kannst einen Handstand lernen, stärker und beweglicher werden oder andere neue Fähigkeiten erlangen. Die Optionen sind wirklich endlos. Tauche tiefer in die Welt der Bewegung ein.

Wenn du dir mehr Unterstützung und Leitung wünschst, dann melde dich bei mir und frag nach mehr Informationen zum Online Coaching bzw. informiere dich hier unter diesem Link.

Außerdem findest du HIER ein Essay, in dem ich mich noch intensiver mit der Frage des selbstständigen praktizierens auseinander gesetzt habe.

Wie entwickle ich eine selbstständige Praxis?

In meiner Rolle als Lehrer aber auch in meinem persönlichen Alltag bin ich immer wieder mit der Schwierigkeit konfrontiert, selbstständig und vor allem langfristig seinen Werten zu folgen. In dem einem Moment sind wir uns ganz klar darüber was wir im Leben wertschätzen und wie wir die begrenzte Zeit, die wir haben nutzen wollen. Einen gefühlten Augenblick später, geht alles drunter und drüber und wir finden uns dabei wieder etwas zu tun, von dem wir wissen, dass es uns nicht guttut.

Die selbstständige Praxis ist ein Weg, seine Werte zu verfolgen und Realität werden zu lassen. Es ist ein klarer Weg, auf dem wir Fähigkeiten erwerben, die unser ganzes Leben positiv beeinflussen. Gemeint sind Meta-Fähigkeiten wie z. B. Prioritäten setzen zu können, sich zu fokussieren oder komplexe Situationen herunterzubrechen. Meta, da sie bereichsübergreifend Anwendung finden. Ich denke, dass der Wert der aus einer selbstständigen Praxis entsteht, vielen Menschen tiefere Bedeutung in ihrem Leben geben kann.

Durch diese Entscheidungen investieren wir in unsere Zukunft. Selbstständig zu sein bedeutet also, die volle Verantwortung für die eigene Situation zu übernehmen. Die eigenen Werte, Ziele und Bedürfnisse selbstverantwortlich zu verfolgen. Es gibt niemanden, der dies für einen übernimmt. Sich an dieser Hoffnung festzuhalten, ist das Gegenteil von Selbstständigkeit.

Wir brauchen eine klare Richtung

Photo by Heidi Fin on Unsplash

Um selbstständig zu praktizieren, ist es wichtig, herauszufinden in welche Richtung wir uns bewegen wollen. Was ist es, dass wir entwickeln wollen? Um dies zu konkretisieren, überlege dir, was du in anderen Menschen bewunderst. Für den Zweck des praktizieren würde ich mich erst mal auf physische Fertigkeiten beschränken, aber grundsätzlich gilt es genau so z. B. für Charaktereigenschaften.

Als Nächstes gilt es konkrete Ziele zu formulieren. Diese Ziele sind sozusagen Meilensteine. Diese Meilensteine wirst du erreichen, wenn du deiner Richtung folgst. Während deine Richtung ein Unterfangen ohne Zeitlimit ist, sind Meilensteine eher wie Projekte zu sehen. Ein Projekt sollte immer klar definiert sein, einen festgelegten Zeitrahmen haben und abgeschlossen werden können.

Nachdem wir unsere Projekte formuliert haben, gilt es unsere Richtung noch weiter herunterzubrechen. Wir wollen herausfinden, was es konkret bedeutet unserer Richtung zu folgen. Was tun wir monatlich, wöchentlich und täglich, wenn wir unserer Richtung folgen? Welche kleinen Handlungen sorgen langfristig für unseren Erfolg?

Jede große Errungenschaft basiert auf kleinen, für sich genommen unbedeutsam wirkenden Handlungen, die aber in Summe etwas Beeindruckendes kreieren. Diese kleinen Handlungen sind unsere Gewohnheiten, die Dinge, die wir täglich tun und über die wir meist nicht mehr nachdenken. Sobald wir diesen Prozess intensiv durchlaufen haben, gilt es den Fokus wieder von dem großen Zielen weg und stattdessen zu unseren Systemen zu lenken. Unser System ist der Prozess, der dafür sorgt, dass wir langfristig die richtigen Gewohnheiten etablieren, kontinuierlich unsere Richtung verfolgen und die Hürden auf dem Weg überwinden.

Dazu gehört es Routinen aufzubauen und unsere Situation so zu gestalten, dass es möglichst einfach und klar ist, das richtige zu tun. Außerdem hilft es einen klaren Plan für das praktizieren zu machen, was soll wann, wo und wie viel gemacht werden? Der Plan muss letztlich nicht genau so ausgeführt werden, denn darum geht es nicht. Es geht darum, eine bewusste Entscheidung aus einem klaren und motivierten Zustand zu treffen, die uns hilft auf Kurs zu bleiben.

Was auch immer wir kontinuierlich tun wollen, muss ein Teil von uns werden, ein Teil unserer Identität, auf den wir stolz sind. Das Wichtige ist, dass wir selbst daran glauben.

Der Weg ist das Ziel

Wenn es darum geht seine Pläne auch umzusetzen, ist es, wie bereits angesprochen, besonders wichtig die Fähigkeit zu entwickeln, den Moment der Anstrengung zu belohnen. Im Laufe der Zeit, wird es dieser Moment, den wir uns wünschen und nicht mehr nur das Erreichen unserer Ziele. Im Moment in dem es am schwersten ist, unserem Weg zu folgen und gerade dann weiterzumachen, ist worum es wirklich geht. Wenn der Gedanke des aufhören sich breit macht, gilt es den einen extra Schritt zu machen. Wenn uns dies gelingt, ist es wichtig, sich selbst dafür zu belohnen und stolz auf die eigene Leistung zu sein. Stolz darauf zu sein, sich angestrengt zu haben. Es geht darum dieses Ereignis hervor zu heben, denn auch dies ist eine Fähigkeit, die gelernt werden kann und im Laufe der Zeit leichter wird.

Sein Umfeld wählen und gestalten

Unsere Entscheidungen sind abhängig davon wie wir uns fühlen, also in welchem Zustand wir uns gerade befinden. Man kann sich das vorstellen wie eine Art Filter, der sich über unsere Realität legt und alles in einem bestimmten Licht erscheinen lässt. Wenn wir uns mal nicht so gut fühlen, ist es leicht, seine Ziele und Werte über Bord zu werfen. Das Vorhaben, welches eben noch als immens wichtig erschien, ist plötzlich doch zu vernachlässigen. Ein anderes Bedürfnis wurde Laut und möchte gehört werden. Hier geht es vor allem darum ein Bewusstsein dafür aufzubauen, sodass wir eine Möglichkeit finden, proaktiv trotz des aktuellen Zustands seinen Werten treu zu bleiben. Ich möchte hervorheben, dass wir immer versuchen sollten mit uns zu kommunizieren, also eine Lösung zu finden und nicht uns selbst zu bekämpfen, denn dabei, können wir nur verlieren. Ein Ansatzpunkt ist es, seinen Zustand zu verändern, indem man seine Umgebung anpasst. Am besten passiert dies bevor die Situation entsteht, sodass unsere Umgebung und unsere kleinen Gewohnheiten dafür sorgen, dass wir mit Leichtigkeit auf Kurs bleiben.

Photo by Nathan Lindahl on Unsplash

Das Feuer schüren

Ein weiterer Faktor ist aktiv dafür zu sorgen, dass die Flamme der Inspiration weiter brennt, d. h. in erster Linie weiterzumachen, denn die eigene Erfahrung von Erfolg, ist der größte Motivator. Es bedeutet außerdem sich intensiv mit dem Thema auseinander zu setzten, der eigenen Neugierde zu folgen und die Vielfalt der Praxis kennenzulernen. Es ist wichtig zu träumen und zu realisieren, was alles möglich ist. Das Thema zu der eigenen Sache machen und tief einzutauchen, sich wirklich dafür zu interessieren, sorgt für deutlich bedeutungsvollere Erfahrungen.

Eine Entscheidung treffen

Das selbstständige praktizieren muss eine klare Priorität in deinem Leben werden, es hilft, wenn es mit so vielen Ebenen verknüpft wird wie möglich. Ich wiederhole mich, aber damit es hängen bleibt, muss es ein Teil unserer Identität werden, etwas auf, dass wir stolz sind. Wie verbringen wir die kostbare Zeit, die wir in unserem Leben haben? Wenn du den Wunsch hast mehr Tiefe und Bedeutung in deinem Leben zu finden, dann musst du eine Entscheidung treffen. Eine selbstständige Praxis wird dich auf einen Weg des kennenlernen und erkunden deines Selbst führen. Nur durch proaktives und bewusstes handeln wirst du dich weiter entwickeln, deine Praxis ist ein wichtiger Aspekt dieses Prozesses.

Wie unterstützt man jemanden am besten im selbstständigen Handeln?

Um selbstständiges Verhalten in anderen zu unterstützen ist es wichtig, Verantwortung zu übertragen. Die Person muss einen eigenen Zugang zu dem Thema finden, muss selbst für das gewünschte Verhalten argumentieren, es muss ein Wunsch entstehen. Letztlich muss die Person daran glauben, dass es für sie der richtige Schritt und vor allem ein möglicher Schritt ist. Es muss die Hoffnung bestehen, dass das, was man tut, auch einen tatsächlichen Effekt hat. Um sie zu unterstützen, kann es helfen, den Prozess zu erläutern und aufzuzeigen, wie das Ziel sich Schritt für Schritt erreichen lässt und welche kleinen Gewohnheiten die Schlüsselhandlungen darstellen. Diese konkreten Handlungen bilden dann den Hauptteil der Praxis.

Eine Schreibaufgabe kann zusätzlich immens hilfreich sein, denn die Person muss sich intensiv selbst mit dem Thema auseinandersetzen und eigene Argumente finden. Die beste Möglichkeit ist es, die richtigen Fragen zu stellen, sodass die Lösung nicht einfach vorgeschrieben wird, sondern selbst entdeckt werden kann, nur so kann die gewünschte Selbstbestimmtheit erlangt werden. Außerdem kann man Perspektive auf bestimmte Aussagen bieten und dadurch helfen, die Handlung mit so vielen Aspekten des Lebens der anderen Person zu verknüpfen, bis die Person selbstständig diese Verbindungen bemerkt. Man hilft also sozusagen, das Bewusstsein zu lenken. Der Moment der Erkenntnis muss von der Person selbst erfahren werden und kann nicht übernommen werden. Selbstständigkeit übernehmen, ist der Leitsatz.

Nun hast du klare Strategien, die dir dabei helfen, deine eigene Praxis aufzubauen und vor allem auf Kurs zu bleiben. Das wichtigste aber kommt noch...

Das wichtigste sind deine Handlungen!

In diesem Sinne, gutes Schaffen!

- Nikolai

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